Rückenschmerzen

Akute Rückenschmerzen (Hexenschuss) und vor allem chronische Rückenschmerzen haben in den letzten 30 Jahren explosionsartig zugenommen. Die Ursachen dafür bleiben meist unklar. Sowohl physische, als auch psychische und soziale Faktoren, erbliche Belastung, falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Fehlbelastung und Stress sind hier von Bedeutung.

Ganzheitlich betrachtet kann man die Wirbelsäule als jene Körperstruktur betrachten, die uns ein Aufrecht-sein, Ausgerichtet-sein, Standfestigkeit, Authentizität und Integrität ermöglicht. Ein klare Schmerzursache lässt sich nur bei jedem 4. Patienten durch die Diagnose eines Bandscheibenvorfalls, durch Osteoporose oder Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung) feststellen.

Vorbeugung:

Die Belastungen der Wirbelsäule sollten auf körperlicher und seelischer Ebene möglichst gering gehalten werden; d.h.:

  • Übergewicht reduzieren
  • Aufrechte Haltung (welches Gefühl bringt mich in meine lasche Haltung?)
  • Richtiges Heben von schweren Gegenständen (nicht den Rücken, sondern die Oberschenkelmuskulatur arbeiten lassen)
  • Regelmäßige Bewegung (Training der Rücken- und auch der Bauchmuskulatur!)
  • Entspannungspausen bei sitzender Tätigkeit
  • Erholsamer Schlaf (gute Matratze, Nackenkissen,...)

Was können Sie selbst bei Rückenschmerzen tun?

Allgemeine Maßnahmen:

  • Warm halten: Wärmeflasche, warme Wickel, heiße Vollbäder mit entspannenden und durchblutungsfördernden Zusätzen (z.B. Schwefel- oder Moorbäder)
  • Rückenmuskulatur entspannen
  • Schmerz vermeiden (dies geschieht häufig nicht durch Bettruhe, sondern dadurch, dass Sie in Bewegung bleiben. Ihr Körper wird es Ihnen zeigen.)
  • Nahrungsgewohnheiten überprüfen

Präparate und Medikamente zur Selbstbehandlung:

  • Wärmewirksame Salben (z.B. mit Bienengift, Rosmarinextrakt, Cayennepfeffer)
  • Einreibungen mit Johanniskrautöl
  • Entzündungshemmende und schmerzlindernde Salben (wie z.B. Ibuprofen-haltige Präparate)
  • Leichte Schmerzmittel (um Kreislauf Schmerz > Verspannung > noch mehr Schmerz... zu durchbrechen) wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Paracetamol.

Gehen Sie zum Arzt

Bei starken oder nicht nachlassenden Schmerzen, bei Gefühlslosigkeit oder anderen Ausfallserscheinungen sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Dieser kann

  • einen eventuellen Bandscheibenvorfall diagnostizieren und ggf. Behandlungsmaßnahmen einleiten
  • stärkere Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente verordnen
  • physikalischen Maßnahmen verordnen (Physiotherapie, Massage, Reizstrom,...)

Komplementärmedizinische Methoden

Ergänzend zur Basisbehandlung können die folgenden Methoden hilfreich sein:

  • Akupunktur
  • Homöopathie
  • Cranial Fluid Dynamics
  • Osteopathie
  • Fußreflexzonenmassage
  • Bockshornkleewickel

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